Die Hamburger Tennisfans können sich auch im Achtelfinale der MSC Hamburg Ladies Open 2026 auf ein deutsches Duell freuen. Dabei fordert die 18-jährige Julia Stusek, die am Montag ihren ersten Sieg in einem WTA-Hauptfeld überhaupt gefeiert hat, die Lokalmatadorin Tamara Korpatsch heraus. Insgesamt haben vier deutsche Spielerinnen den Sprung in die Runde der letzten 16 des WTA-250er-Turniers geschafft.
Die 31-jährige Korpatsch lag gegen Victoria Kasintseva aus Andorra schon mit 4:6, 1:3 zurück, stellte das Match aber nochmal vom Kopf auf die Füße, gewann Satz Nummer zwei mit 7:5 und profitierte kurz darauf von der verletzungsbedingten Aufgabe ihrer Gegnerin, die von Krämpfen geplagt war. „Ich bin froh, im Achtelfinale zu stehen, aber natürlich hätte ich gerne auch normal gewonnen. Ich fühle mich hier wie zuhause, das ist mein Club und die Unterstützung der Fans war wirklich großartig“, bedankte sich Korpatsch bei ihrem Heimpublikum und freut sich nun auf das Duell mit Newcomerin Stusek, die am Montag gegen Nadia Podoroska aus Argentinien triumphierte. Die Rheinfeldenerin spielt in Hamburg aggressiv auf, bewegt sich gut und hat deshalb auch in der Defensive enorme Qualitäten. Schon der Einzug in dieses Achtelfinale ist für Stusek der größte Erfolg ihrer noch jungen Profi-Karriere.
Ebenfalls am Mittwoch kämpft mit Noma Noha Akugue eine weitere Lokalmatadorin um den Einzug in die Runde der letzten Acht. Die Finalistin von 2023 gewann in einem umkämpften deutschen Duell gegen Valentina Steiner mit 6:3, 2:6, 6:2 und trifft nun auf die Vorjahresfinalistin Anna Bondar, die neun ihrer zehn Einzel, die sie in Hamburg gespielt hat, für sich entscheiden konnte. „Im letzten Jahr habe ich hier gegen Anna in der ersten Runde im Tiebreak des dritten Satzes verloren. Hoffentlich klappt es diesmal besser“, blickt die 22-jährige Noha Akugue zuversichtlich auf das Duell mit der Ungarin. Dazu hat sie auch allen Grund. Mit dem Sprung auf Position 136 hat die Reinbekerin eine neue Bestplatzierung in der Weltrangliste schon sicher.
Ausgeschieden sind dagegen die Qualifikantinnen Mona Barthel (2:6, 6:7 gegen Yulia Putintseva) und Jule Niemeier (5:7, 2:6 gegen die Argentinierin Maria Carle). Nastasja Schunk hat eine Sensation nur knapp verpasst. Die Mainzerin lieferte der topgesetzten Ukrainerin Oleksandra Oliynykova einen beherzten Kampf, unterlag aber letztlich nach mehr als zweieinhalb Stunden hauchdünn mit 2:6, 6:3 und 5:7.
Kitzbühel-Siegerin Sinja Kraus gewinnt weiter
Sinja Kraus hat ihren Schwung vom Turniersieg in Kitzbühel am Sonntag mit nach Hamburg genommen und auch eine kleine Schrecksekunde gut überstanden. Im Match gegen Darija Semenistaja klagte sie nach dem zweiten Satz über Kreislaufprobleme, gewann am Ende aber doch souverän mit 3:6, 6:3, 6:2. „Es war doch einfach ein bisschen viel die letzten Tage. Die ganzen Emotionen nach dem Sieg in Kitzbühel, der mir einfach viel bedeutet hat. Aber jetzt geht es mir wieder besser. Ich muss mich hier an die Bedingungen gewöhnen, da könnten die drei Sätze heute auch helfen“, bilanziert die 24-Jährige, die am Mittwoch auf Alina Charaeva trifft. Die Armenierin drehte das Match gegen Sara Sorribes Tormo aus Spanien nach einem 3:6, 3:5-Rückstand noch, wehrte vier Matchbälle ab und triumphierte am Ende mit 3:6, 7:5 und 6:1.