Schon jetzt steht fest, dass eine deutsche Spielerin das Viertelfinale der MSC Hamburg Ladies Open 2026 erreichen wird! Die Hamburgerin Tamara Korpatsch und Julia Stusek duellieren sich heute um einen Platz in der Runde der letzten Acht. Dort würde auch Noma Noha Akugue, die heute auf Vorjahresfinalistin Anna Bondar trifft, nur zu gerne mit dabei sein.
Den Anfang auf dem Center Court machen aber zwei Spielerinnen, die erst am Montagabend hier in Hamburg eingeflogen sind. Mayar Sherif und Paula Badosa bestritten nämlich nach einem völlig verregneten Sonntag erst am Montagvormittag ihr Endspiel im rumänische Iasi, ehe sich das Duo zusammen per Privatjet auf den Weg an die Elbe machte. Heute eröffnet Sherif, die beste Tennisspielerin Ägyptens aller Zeiten, gegen die Schweizerin Simona Waltert, die vor zwei Wochen im Endspiel von Bastad gegen die ehemalige Weltranglistenzweite Badosa verlor. Die Spanierin musste zwar am Montag ihr Finalmatch in Iasi im zweiten Satz aufgegeben, mittlerweile hat sich die ehemalige Weltranglistenzweite aber gut regeneriert und perfekt auf ihre nächste Herausforderung gegen die Polin Katarzyna Kawa vorbereitet.
Badosa zeigt ganz klar ansteigende Form und ist nach vielen verletzungsbedingten Rückschlägen wieder in die Top 100 zurückgekehrt. Ihr Ziel ist klar: Paula will wieder nach ganz oben und in Hamburg den nächsten Schritt machen!
Julia Stusek will derweil heute unbedingt da weitermachen, wo sie am Montagabend aufgehört hat! Die 18-Jährige feierte dank einer richtig mutigen Vorstellung ihren ersten Hauptfeld-Sieg bei einem WTA-Turnier überhaupt. Die Rheinfeldenerin spielt hier in Hamburg aggressiv auf, bewegt sich gut und hat deshalb auch in der Defensive enorme Qualitäten.
Eine Beschreibung, die so oder so ähnlich auch auf die enorm kampfstarke Tamara Korpatsch zutrifft. Am Dienstag lag die 31-Jährige gegen Victoria Kasintseva aus Andorra schon mit 4:6, 1:3 zurück, stellte das Match aber nochmal vom Kopf auf die Füße, gewann Satz Nummer zwei mit 7:5 und profitierte kurz darauf von der Aufgabe ihrer Gegnerin, die von Krämpfen geplagt war. „Ich bin froh, im Achtelfinale zu stehen, aber natürlich hätte ich gerne auch normal gewonnen. Ich fühle mich hier wie zuhause, das ist mein Club und die Unterstützung der Fans war wirklich großartig“, bedankte sich Korpatsch bei ihrem Heimpublikum.
Auf dessen Unterstützung setzt heute erneut auch Noma Noha Akugue. Nach ihrem hart erarbeiteten Dreisatzsieg gegen eine starke Valentina Steiner wartet auf die Finalistin von 2023 nun mit Anna Bondar eine noch höhere Hürde und eine offene Rechnung. „Im letzten Jahr habe ich hier gegen Anna in der ersten Runde im Tiebreak des dritten Satzes verloren. Hoffentlich klappt es diesmal besser“, blickt die 22-Jährige zuversichtlich auf das Duell mit der Ungarin. Dazu hat sie auch allen Grund. Mit dem Sprung auf Position 136 hat die Reinbekerin eine neue Bestplatzierung in der Weltrangliste schon sicher. Damit kann man doch richtig befreit aufspielen und das Viertelfinale ins Visier nehmen – die Daumen für alle Deutschen sind jedenfalls fest gedrückt!
Match of the Day
Alter: 31
Geboren in: Hamburg, Deutschland
Weltranglisten-Position: 81
Größter Erfolg: Dritte Runde in Roland Garros (2026)
Alter: 18
Geboren in: Rheinfelden, Deutschland
Weltranglisten-Position: 438
Größter Erfolg: W35-Turniersieg in Klosters 2026
Sie haben alles gegeben, aber am Ende hat es doch nicht ganz gereicht… Für die Wildcardspielerinnen Valentina Steiner und Nastasja Schunk sowie für die beiden Qualifikantinnen Mona Barthel und Jule Niemeier waren die MSC Hamburg Ladies Open nach der 1. Runde beendet. Dabei verkaufte sich das Quartett richtig teuer. So bot Schunk der topgesetzten Oleksandra Oliynykova mit großer Leidenschaft die Stirn, erzwang einen dritten Satz, verlor am Ende aber nach mehr als zweieinhalb Stunden hauchdünn mit 2:6, 6:3 und 5:7. Schade Nasti, das war soooo knapp!
Kaum eine Spielerin hat in ihrer Karriere so viele Höhen und Tiefen erleben müssen wie Paula Badosa. Heute feiert die 28-jährige Spanierin, die eine beeindruckende Karrierebilanz im Gepäck hat, ihre Hamburg-Premiere.
Sinja Kraus hat ihren Schwung vom Turniersieg in Kitzbühel am Sonntag mit nach Hamburg genommen und auch eine kleine Schrecksekunde gut überstanden. Im Match gegen Darija Semenistaja klagte sie nach dem zweiten Satz über Kreislaufprobleme, gewann am Ende aber doch souverän mit 3:6, 6:3, 6:2. „Es war doch einfach ein bisschen viel die letzten Tage. Die ganzen Emotionen nach dem Sieg in Kitzbühel, der mir einfach viel bedeutet hat. Aber jetzt geht es mir wieder besser. Ich muss mich hier an die Bedingungen gewöhnen, da könnten die drei Sätze heute auch geholfen haben“, bilanziert die 24-Jährige, die zuletzt auch ihre Hauptfeld-Premieren in Roland Garros und Wimbledon feierte. Die US Open sind auch nicht mehr fern, doch erstmal hat sie sich am Rothenbaum noch viel vorgenommen!
Hamburg ist ein kleines Heimspiel für Kraus, immerhin kommt Sandra Reichel auch aus Österreich und ist auch beim Upper Austria Ladies Linz Turnierdirektorin. Trainiert wird Sinja Kraus zudem seit wenigen Monaten von dem Deutschen Alex Grau. „Wir führen keine klassische Trainer-Spielerin-Beziehung, viel mehr ist es eine Freundschaft. Wir lernen viel voneinander“, fasst Grau es zusammen.
Für DTB-Talent Victoria Brand und die beiden chinesischen Rollstuhltennis-Spielerinnen Luoyao Guo und Zhenzhen Zhu stand gestern Tierpark statt Tennis auf der Agenda: Bei einer Tour durch den Tierpark Hagenbeck fütterten die Spielerinnen Elefanten und erlebten die neugierigen Kattas hautnah.
Familien aufgepasst: Ab Donnerstag laden die LI-Schule in Kooperation mit dem Tierpark Hagenbeck Kinder zu spielerischen Bewegungs- und Mitmachaktionen rund um die Fähigkeiten verschiedener Tiere auf der Tennisanlage Rothenbaum ein.
Diese langjährige Partnerschaft geht in die nächste Runde: Auch in diesem Jahr ist Dunlop wieder offizieller Ballpartner des Turniers.
Wer auf der Suche nach neuem Tennis-Equipment für das eigene Match ist, sollte unbedingt im Public Village vorbeischauen. Ob eine neues Paar Schuhe, Schläger oder Tasche – Dunlop hat für jeden Tennisfan etwas Passendes parat.
Die Turnierbegleitung von Tamara Korpatsch zog am gestrigen Dienstagvormittag bei einer Tour im Public Village große Aufmerksamkeit auf sich. Fest im Team Korpatsch integriert, sorgt der Vierbeiner auf Tour ansonsten für mentale Unterstützung.
Haben Sie am Sonntag noch nichts vor? Dann ab zum Hamburger Rothenbaum! Vor dem Einzelfinale (12 Uhr) treffen Martina Hingis und Andrea Petkovic in einem Showmatch aufeinander.
Tickets für den Finaltag sind auch für das Showmatch gültig und über den Online-Ticketshop erhältlich. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre haben am Finaltag freien Eintritt.
Anna, wie vereint man am besten Schule und sportliche Karriere miteinander? Magst du lieber Messi oder Ronaldo?
Während des Meet & Greets mit der Hilfsorganisation Plan International stand die Ungarin den Fragen der Kinder Rede und Antwort. Zudem stellten die jungen Sportenthusiast*innen ihr Ballgefühl beim Mini-Tennis und im Parcours auf die Probe. Das gemeinsame Foto mit der Profispielerin sorgte anschließend für ordentlich Ansturm.
Julia Stusek nahm sich am Montag Zeit für ihre Fans: An der MSC Bar gab es ein Meet & Greet mit der Nachwuchsspielerin des Deutschen Tennis Bundes (DTB), inklusive Autogramme und Erinnerungsfotos. Ein Tag, der in Erinnerung bleiben wird!
Mit Aniek van Koot und Lizzy de Greef ist nun auch die Topklasse des niederländischen Rohlstuhltennis in Hamburg angekommen. Am Dienstagnachmittag wurden die beiden herzlichst im offiziellen Spielerinnenhotel Grand Elysée in der Rothenbaumchaussee in Empfang genommen.
De Greef, zweifache Juniorinnenweltmeisterin und Sechste der Weltrangliste, startet am Donnerstag als Zweitjüngste in die Hamburg Wheelchair Open. Die 35-jährige van Koot, Fünfte der Weltrangliste, führt das hochkarätige Teilnehmerinnenfeld als Topgesetzte an.
Mitglieder des „Teams Hamburg 040“, ein Förderprojekt der Stiftung Leistungssport Hamburg, bei dem Spitzenathlet*innen auf Olympische und Paralympische Spiele sowie internationale Meisterschaften vorbereitet werden, schauten gestern am Hamburger Rothenbaum vorbei und den Tennisprofis genau auf die Schläger. Mit am Start waren (von links) Geschäftsführer Alexander Harms, Maximilian Gillamnn (Rudern), Nikolaos Kosmadakis (Boxen), Hugo Thomas (Rudern), Sandra Reichel (Turnierdirektorin) und Radsportler Eike Behrens.
Bis einschließlich Freitag können alle Tennisfans die Matches auf den Nebencourts M1 und M2 kostenfrei verfolgen.
Die Ground Tickets sind an der Tageskasse erhältlich. Wir freuen uns, Sie am Rothenbaum zu sehen!
Die MSC Hamburg Ladies Open werden in Deutschland auf Sky übertragen.
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