Das wird ein absoluter Tennisfesttag! Gleich sieben deutsche Tennis-Spielerinnen haben am heutigen Dienstag die große Chance, es Julia Stusek nachzumachen und bei den MSC Hamburg Ladies Open 2026 ins Achtelfinale einzuziehen. Quasi von morgens bis abends geben sich die Lokalmatadorinnen auf den beiden größten Plätzen am Rothenbaum die Schläger in die Hand. Wir stimmen Euch auf einen abwechslungsreichen Tennistag ein!
Wer heute bei den deutschen Spielen den Überblick behalten möchte, sollte gut organisiert sein – denn es geht wirklich Schlag auf Schlag! Beginnen wir mal auf dem Center Court: Dort stehen sich gleich im zweiten Spiel nach 11 Uhr Noma Noha Akugue und Valentina Steiner gegenüber. Bei Noha Akugue denken alle Tennisfans gleich an ihren großartigen Lauf aus dem Jahr 2023, der sie bis ins Rothenbaum-Finale führte! Ob so etwas nochmal möglich ist? Warum denn eigentlich nicht! Die mittlerweile 22-Jährige aus Glinde hat unter Trainer Benjamin Ebrahimzadeh wichtige Entwicklungsschritte gemacht und spielt das vielleicht beste Tennis ihres Lebens. Heute gegen eine Landsfrau spielen zu müssen, ist aber eine besondere Herausforderung.
„Das ist schon ein bisschen blöd, wenn eine Deutsche ausscheiden muss“, weiß die Norddeutsche. Ihre Gegnerin Valentina Steiner genießt ihre Zeit in Hamburg bisher sichtlich, nicht nur weil sie am Sonntag ihren 20. Geburtstag feierte. Im Vorjahr erreichte sie in diesem Stadion ihr erstes WTA-Hauptfeld. Jetzt soll es für die Württembergerin noch einen Schritt weiter gehen…
Im Anschluss wird die Bühne für Tamara Korpatsch, die neue deutsche Nummer eins, die hier im Der Club an der Alster zu Hause ist, bereitet. Sie hat sich für ihr Heimturnier eine Menge vorgenommen, verspürt aber vor der Begegnung mit Victoria Kasintseva aus Andorra keinerlei zusätzlichen Druck. „Das einzig Besondere ist, dass ich in Hamburg spiele – ob als Nummer eins oder nicht. Ich bin dieses Jahr eine komplett andere Spielerin. Ich bin wieder viel besser drauf, fühle mich wieder besser, so wie ich vorher war. Ich bin einfach nur happy, dass ich verletzungsfrei und wieder gesund bin“, meint Korpatsch.
Nastasja Schunk hat die kniffligste Aufgabe aller Spielerinnen im Turnier zu lösen. Die 22-Jährige spielt gegen die an Position eins gesetzte Olexandra Oliynykova und will der Ukrainerin einen großen Kampf bieten. Wie so etwas funktionieren kann, hat Schunk am Sonntag im Endspiel des World-Tennis-Turniers in Darmstadt bewiesen, als sie nach der Abwehr von sieben Matchbällen noch triumphierte. Um „Nastis“ Nerven müssen wir uns also keine Sorgen machen!
Und dann wäre da noch Tessa Brockmann aus Itzehoe. Sie ist die dritte Lokalmatadorin, die heute auf dem Center Court ran darf. Für sie gilt es, ihre Außenseiterinnenchance gegen die Französin Elsa Jacquemot zu nutzen. Wir drücken die Daumen! Das gilt selbstverständlich auch für die Qualifikantinnen Mona Barthel (gegen Yulia Putintseva/ Kasachstan) und Jule Niemeier (gegen Maria Carle/ Argentinien), die in den Matches zwei und drei auf Court M1 ihre Klasse unter Beweis stellen.
Na? Alle Fragen beseitigt? Sind gekühlte Getränke und Snacks in ausreichender Zahl am Start? Wenn nicht, werdet Ihr an unseren Ständen sicher fündig. Und jetzt geht’s los mit dem deutschen Super-Dienstag am Rothenbaum!
Match of the Day
Alter: 20
Geboren in: Remseck am Neckar, Deutschland
Weltranglisten-Position: 544
Größter Erfolg: Doppeltitel bei den Ladies Open Saar 2026
Alter: 22
Geboren in: Reinbek, Deutschland
Weltranglisten-Position: 144
Größter Erfolg: Finalistin beim WTA-250er-Turnier hier in Hamburg (2023)
Das war ein historischer Erfolg! Die 18-jährige Julia Stusek hat bei den MSC Hamburg Ladies Open das erste WTA-Hauptfeldmatch ihrer Karriere gewonnen. Auf dem Center Court am Rothenbaum zauberte sie gegen die ehemalige French-Open-Halbfinalistin Nadia Podoroska eine faszinierende Aufholjagd in den Sand und gewann nach mehr als zweieinhalb Stunden mit 3:6, 6:3 und 6:4 – es war der größte Erfolg ihrer noch jungen Profi-Karriere.
„Hoffentlich war das der Erste von vielen Siegen. Ich bin so glücklich, dass ich das nach dem ersten Satz noch drehen und gewinnen konnte. Ich habe versucht, aus meiner Nervosität pure Freude zu machen. Es macht so viel Spaß und ich bin so dankbar für die Gelegenheit hier spielen zu dürfen“, sagte Stusek nach dem verwandelten Matchball am Mikrofon von Stadionsprecher Matthias Killing. Stusek hat somit die Grundlage für ein mögliches deutsches Duell im Achtelfinale geschaffen. Ihre nächste Gegnerin wird im Duell zwischen der Hamburgerin Tamara Korpatsch und Victoria Kasintseva ermittelt.
Nach Abschluss der Qualifikation sind insgesamt acht Vertreterinnen des Deutschen Tennis Bundes (DTB) beim WTA-250er-Turnier am Rothenbaum im Hauptfeld am Start. Am Montag lösten Jule Niemeier und Lokalmatadorin Mona Barthel ihr Ticket für die Runde der letzten 32. Gerade für Niemeier ist das möglicherweise ein wegweisender Erfolg. Durch ihren 6:4, 4:6, 6:1-Sieg über die Estin Elena Malygina steht sie erstmals seit einem Jahr wieder in einem WTA-Hauptfeld. Dort spielt sie nun gegen die Argentinierin Maria Carle. „Ich finde, es ist einfach ein sehr schöner Platz und er wirkt nicht zu groß. Er liegt meinem Spiel sehr gut, hat einen guten Bounce, ist relativ zügig für einen Sandplatz, aber auch nicht zu schnell“, bilanzierte Jule Niemeier.
Lokalmatadorin Mona Barthel hat derweil ihren Heimvorteil genutzt und freut sich nach zwei Drei-Satz-Siegen in der Qualifikation im Hauptfeld auf die Kasachin Yulia Putintseva. „Man hat selten die Chance zuhause zu spielen, deswegen freue ich mich sehr über den Erfolg. Ich habe vor kurzem mal überlegt, ich mache das schon 18 Jahre. Ich kann wirklich dankbar sein, dass ich das schon so lange machen kann“, erklärt die 36-Jährige.
Der Hamburger Rothenbaum ist in diesen Tagen weit mehr als ein Tennisstadion – er wird in den Hamburger Sommerferien zu einem Ausflugsziel für die ganze Familie. Der Mercedes-Benz Signature Court, der Kids-Bereich mit Riesen-Jenga und Bobby-Car-Parcours laden die jüngsten Besucher*innen zum Mitmachen ein.
Ticket-Hinweis: Bis einschließlich Freitag können alle Tennisfans die Matches auf den Nebencourts M1 und M2 kostenfrei verfolgen. Kinder bis einschließlich zwölf Jahre erhalten auch auf dem Center Court freien Eintritt. Jugendliche bis 16 Jahre zahlen hier lediglich 10 Euro. Am Finaltag ist der Eintritt für alle Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre kostenlos.
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Im Rahmen der Public Village-Tour flitzte Sara Sorribes Tormo mit einem Roller über die Anlage am Rothenbaum, hielt an verschiedenen Ständen an und testete ihr Können in kleinen Challenges. Beim Torwandschießen an der MSC-Bar packte die Spanierin der Ehrgeiz, bevor sie bei einem kleinen Match am Mercedes-Benz Signature-Court die Augen junger Tennisfans zum Strahlen brachte. Typische Hamburger Klassiker wie Fisch- und Franzbrötchen durften auf der Tour natürlich auch nicht außer Acht gelassen werden.
Am Sonntag triumphierte die Österreicherin Sinja Kraus noch bei ihrem Heimturnier in Kitzbühel, gestern wurde sie schon am Hamburger Rothenbaum von Turnierdirektorin Sandra Reichel in Empfang genommen.
Die 24-Jährige, die von dem Deutschen Alex Grau trainiert wird, und in bester Form ist, trifft heute (im ersten Center-Court-Match des Tages) auf Darja Semenistaja aus Lettland. Im Doppel schlägt Kraus an der Seite von Lokalmatadorin Tessa Brockmann auf.
Die beiden Lokalmatadorinnen Noma Noha Akugue und Tessa Brockmann trafen am Montag Alexander Otto, CEO der ECE Group, auf der Anlage am Rothenbaum.
Die ECE Group unterstützt das Turnier nicht nur als Sponsor, sondern tritt auch wieder als Aktionspartner wichtiger Side-Events in Erscheinung. Besonders beliebt ist das ECE Kids Camp, bei dem Kinder im Alter ab fünf Jahren Tennisluft schnuppern können. Ein weiterer Schwerpunkt wird auch in diesem Jahr auf das Thema Inklusion gelegt. Gemeinsam mit der Alexander Otto Sportstiftung werden Behindertensportteams von Hamburger Vereinen sowie die Bewerber*innen des Werner-Otto-Preises zu einem Besuch auf der Anlage eingeladen.
Als letzte Spielerinnen sind am Montagabend Mayar Sherif und die ehemalige Weltzranglistenzweite Paula Badosa in Hamburg eingetroffen. Noch am Vormittag duellierten sich die beiden im Endspiel des WTA-Turniers im rumänischen Iasi – mit dem besseren Ende für Mayar Sherif.
Dann ging es für das Duo gemeinsam in Richtung Flughafen, um mit einem Privatjet gen Fuhlsbüttel abzuheben und gegen 20 Uhr im Hamburger Norden zu landen. Willkommen in Hamburg, ihr zwei!
Für den großen Coup hat es am Ende nicht ganz gereicht. Die gerade 16-jährige Victoria Brand konnte nach ihrem Überraschungssieg zum Auftakt der Qualifikation gegen Kathinka von Deichmann die finale Hürde zum Hauptfeld nicht nehmen.
Trotz einer sehr mutigen und couragierten Vorstellung unterlag die Kielerin gegen Elena Pridankina mit 3:6, 3:6, sammelte aber unheimlich wichtige Erfahrungen für die Zukunft. Wir freuen uns schon auf ein Wiedersehen, Victoria!
Da, wenn’s zählt! Gemeinsam mit seinem Team übernimmt Dr. med. Nils Proksch die medizinische Betreuung der Spielerinnen bei den MSC Hamburg Ladies Open. Ob kleine Verletzungen, Behandlungspausen während der Matches oder größere Notfälle – das Team der Asklepios Kliniken ist bestens gerüstet.
Asklepios ist in diesem Jahr der offizielle medizinische Partner für die MSC Hamburg Ladies Open und die Hamburg Wheelchair Open.
Balkon-, Garten- und Zimmerpflanzen aus der Region: Pflanzmich.de hat für jeden Geschmack die richtigen Blumen, Bäume und Stauden parat!
Mit hochwertigen Bepflanzungen ist Pflanzmich.de in dieser Woche erneut auf dem gesamten Gelände am Rothenbaum vertreten. Egal, ob Public Village, Players Area oder Pressebereich: Dank der Bepflanzung entsteht eine einladende Atmosphäre rund um den Center Court.
Spitzensport für alle! Bis einschließlich Freitag können alle Tennisfans die Matches auf den Nebencourts M1 und M2 kostenfrei verfolgen.
Die Ground Tickets sind an der Tageskasse erhältlich. Wir freuen uns, Sie am Rothenbaum zu sehen!
Die MSC Hamburg Ladies Open werden in Deutschland auf Sky übertragen.
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