Niederländisches Traumfinale bei den Hamburg Wheelchair Open

Der Titel bei der ersten Auflage der Hamburg Wheelchair Open, dem größten Damen-Rollstuhltennisturnier Deutschlands, geht definitiv in die Niederlande. Im Endspiel des Premier-Tour-Events stehen sich am Sonntag um 10.30 Uhr auf dem Center Court die beiden Topgesetzten gegenüber. Die Weltranglistenvierte Aniek van Koot bekommt es mit Lizzy de Greef, die auf Rang sechs notiert ist, zu tun. Während van Koot ihr Halbfinale gegen die Französin Ksenia Chasteau mit 6:2 und 7:6 für sich entschied, gewann Lizzy de Greef in einer engen Begegnung gegen die Chinesin Zhenzhen Zhu mit 3:6, 7:6, 6:3.

 

„Es ist so besonders für uns, dass wir hier in Hamburg spielen! Daher freue ich mich sehr, dass ich es bei der ersten Ausgabe ins Finale geschafft habe. Ich werde für den Titel und diese besondere Erinnerung kämpfen“, blickt van Koot auf das große Finale voraus. „Mir bedeutet es sehr viel, mit meiner sportlichen Performance einen Beitrag zur Sichtbarkeit des Rollstuhltennis bei diesem großartigen inklusiven Turnierformat zu leisten. Ich will die Bühne des Finals nutzen, um Hamburg mein bestes Tennis zu zeigen“, freut sich auch de Greef schon riesig auf das Duell mit ihrer Landsfrau.

 

Diese Vorfreude teilt auch Niklas Höfken, sportlicher Leiter der Hamburg Wheelchair Open: „Ich freue mich über dieses absolut hochkarätige Finale: Die Nummer vier gegen die sechs der Welt verspricht unglaubliches Tennis. Aniek ist die deutlich erfahrenere Spielerin und hat auch im direkten Vergleich aller Begegnungen zwischen den beiden statistisch die Nase vorn. Andererseits hat Lizzy bisher ein beeindruckendes Turnier gespielt und im Halbfinale bereits eine Linkshänderin ausgeschaltet – vielleicht kann sie diese Energie gegen eine weitere Linkshänderin noch einmal auf den Platz bringen. Diesen beiden großartigen Rollstuhltennis-Spielerinnen gönne ich den Turniersieg hier in Hamburg gleichermaßen.“

 

Im Doppel-Endspiel treffen am Nachmittag die Niederländerinnen Jinte Bos und Lizzy de Greef auf Ksenia Chasteau (Frankreich) und die Britin Lucy Shuker. Schon vor dem Finaltag zeigte sich Dietloff von Arnim, Präsident des Deutschen Tennis Bundes (DTB), rundum beeindruckt von der Premierenausgabe der Hamburg Wheelchair Open. „Die Hamburg Wheelchair Open waren ein großer Gewinn für den Tennisstandort Hamburg. Die Veranstaltung hat eindrucksvoll gezeigt, dass Spitzensport, Vielfalt und Inklusion gemeinsam gedacht und gelebt werden können. Dass WTA-Tennis und Rollstuhltennis mit ehemaligen Weltranglistenersten und Grand-Slam-Siegerinnen auf einer Bühne stattfinden, ist ein starkes Signal für die Offenheit und Vielfalt unseres Sports. Die MSC Hamburg Ladies Open haben damit ein tolles Zeichen gesetzt“, bilanziert von Arnim.