Der Traum von einem Heimsieg lebt! Die gebürtige Hamburgerin Tamara Korpatsch greift im Finale der MSC Hamburg Ladies Open gegen Anna Bondar vor eigenem Publikum nach dem Titel. Die Bundesliga-Spielerin vom Der Club an der Alster kennt die Anlage wie ihre Westentasche und spielt so befreit auf, wie im Training. Ob das der Schlüssel zu einem der größten Erfolge in der Karriere der 31-Jährigen sein kann?
Tamara Korpatsch hat als erste Deutsche seit Noma Noha Akugue vor drei Jahren den Einzug ins Finale geschafft. 2021 erreichte zudem Turnierbotschafterin Andrea Petkovic das Endspiel. Die letzte deutsche Siegerin war Steffi Graf im Jahr 1992. Lang, lang ist’s her! Wir finden: Es wäre mal wieder an der Zeit!
Im Halbfinale profitierte die Hanseatin beim Stand von 6:1, 2:0 von der verletzungsbedingten Aufgabe von Mayar Sherif. Die Ägypterin war nach 13 Siegen in Folge mit ihren Kräften am Ende und konnte gegen eine furios aufspielende Hamburgerin nichts entgegensetzen.
„Natürlich hätte ich das Match gerne zu Ende gespielt. Ich finde, ich habe gut und vor allem sehr mutig gespielt. Ich bin wirklich richtig zufrieden mit meiner Performance“, meinte Korpatsch nach dem Finaleinzug, bei dem natürlich auch die große Unterstützung der Fans enorm geholfen hat. „Vielen Dank an alle Fans, vor allem an meinen kleinen Fanblock da in der Ecke. Ich fühle mich hier so wohl. Ich kann quasi so spielen, wie im Training. Ich werde jetzt vor dem Finale einfach alles so machen, wie ich es in dieser Woche immer gemacht habe. Auch meine Glücksbringer habe ich alle zusammen. Und ich werde wieder meine Pasta Bolognese essen“, gibt die Hamburgerin einen Einblick in ihre Rituale. Ihren bisher einzigen WTA-Turniersieg hatte Korpatsch im Jahr 2023 im rumänischen Cluj gefeiert.
Für Anna Bondar wäre ein Finaltriumph in Hamburg nicht weniger als der größte Erfolg ihrer bisherigen Laufbahn. Im Vorjahr unterlag die Ungarin im Rothenbaum-Endspiel der Französin Lois Boisson, im Jahr 2024 sicherte sie sich beim WTA-125er-Turnier den Titel im Einzel und Doppel. Insgesamt hat sie somit stattliche 13 ihrer bisherigen 14 Matches am Rothenbaum für sich entschieden. Für den „Final-Hattrick“ musste Bondar im Halbfinale rund dreieinhalb Stunden im Hamburger Sand schuften. Gegen Qualifikantin Elina Avanesyan aus Armenien wehrte die 29-Jährige schon im ersten Durchgang vier Satzbälle ab, und im dritten Satz sogar drei Matchbälle. Am Ende triumphierte die „Hamburg-Liebhaberin“ mit 7:6, 4:6, 7:6.
„Ich habe wirklich keine Ahnung, wie ich dieses Match noch gewonnen habe. Ich bin einfach immer dran geblieben und habe versucht, Punkt für Punkt zu spielen. Diese Atmosphäre und die Fans haben mir so sehr geholfen. Das hier ist so ein besonderer Platz für mich“, geriet Anna Bondar ins Schwärmen. Ähnlich wie Korpatsch wird auch sie ihre Rituale beibehalten. „Beim Frühstück gibt es für mich immer Omelette mit Haferflocken“, verrät die Ungarin ihre Leibspeise dieser Turnierwoche. Korpatsch denkt übrigens nicht, dass Bondars intensive Partie vom Samstag für sie ein Vorteil sein wird. „Das glaube ich überhaupt nicht. Ich kenne solche Situationen. Durch die bekommt man sehr viel Energie. Außerdem weiß ich, dass sie eine sehr fitte Spielerin ist“, berichtet die Lokalmatadorin, die alle vier bisherigen Matches zwischen den beiden gewonnen hat. Ob das ein gutes Omen sein kann?
Es könnte in jedem Fall ein historischer Sonntag werden. Sind alle bereit, um gemeinsam Tennis-Geschichte zu schreiben. Am Rothenbaum ist alles angerichtet für ein großes Finale!
Match of the Day
Alter: 29
Geboren in: Szeghalom, Ungarn
Weltranglisten-Position: 97
Größter Erfolg: WTA-125er-Titel in Hamburg (2024)
Alter: 31
Geboren in: Hamburg, Deutschland
Weltranglisten-Position: 81
Größter Erfolg: Dritte Runde in Roland Garros (2026)
Match of the Day
Alter: 22
Geboren in: Alphen aan den Rijn, Niederlande
Weltranglisten-Position: 6
Größter Erfolg: Zweifache Juniorinnen-Weltmeisterin (2020 & 2022)
Alter: 35
Geboren in: Winterswijk, Niederlande
Weltranglisten-Position: 4
Größter Erfolg: Gewinn der Goldmedaille bei den Paralympics (2016 & 2020), Grand-Slam-Siege (Australian Open 2013, US Open 2013, Wimbledon 2019)
Das wird ein doppelter Spaß! Der Finaltag am Hamburger Rothenbaum wird ab 10.30 Uhr mit dem Finale im Damen-Doppel erwartet. Dabei duellieren sich auf dem Center Court vier absolute Spezialistinnen in diesem Metier. Die topgesetzten Magali Kempen (Belgien) und Alexandra Panova bekommen es mit den Sloweninnen Dalila Jakupovic und Nika Radisic zu tun. Panova gewann das Rothenbaum-Turnier 2023 an der Seite von Anna Danilina und hat zusammen mit der Belgierin Magali Kempen in diesem Jahr auf dem Weg ins Finale nur elf Spiele abgegeben. Auch Jakupovic/ Radisic erreichten das Finale ohne einen einzigen Satzverlust.
Kurzum: Diese Vier sind in absoluter Topform und bereit für das große Finale!
Die ehemalige Weltranglistenerste Martina Hingis ist zurück am Rothenbaum! 1998 gewann sie im Endspiel gegen Jana Novotna, 2000 gegen Arantxa Sanchez Vicario. Nun wartet Turnierbotschafterin Andrea Petkovic heute im Showmatch (12 Uhr, Center Court) auf die Schweizerin, die mit Vorfreunde auf das Duell blickt: „Ich denke, wir haben beide ein bisschen trainiert. Wir haben ja auch in Roland Garros gespielt. Von daher sind wir voll im Saft, voller Freude und Zuversicht auf ein gutes Spiel!“
Bis heute verbindet sie das Turnier am Rothenbaum mit einem tollen Publikum und erfolgreichen Momenten. „Ich habe Hamburg immer geliebt. Hamburg ist eine schöne Stadt, tennisaffin und die Anlage ist ja auch wunderschön“, schwelgte die 45-Jährige in Erinnerung. In diesem Sinne, auf ein gutes Match und willkommen zurück, liebe Martina!
Während auf den Courts um jeden Punkt gekämpft wird, darf auch die Bewegung auf den Rängen nicht zu kurz kommen. So animierte Trainer Max Krause das Publikum im Zuge der „Active City Break“ zu ein paar Minuten körperlicher Aktion.
Unser Fazit: Liebe Zuschauer*innen, Sie sind topfit!
Am Samstagvormittag öffneten die MSC Hamburg Ladies Open nicht nur für alle Tennisfans, sondern auch für den Rotary Club die Türen. Das Meet & Greet mit Turnierbotschafterin Andrea Petkovic und eine gemeinsame Backstage-Tour sorgten für regen Austausch.
Ein Abstecher auf den Mercedes-Benz Signature Court rundete den Besuch abschließend ab. Schön, dass Ihr hier wart!
Der Titel bei der ersten Auflage der Hamburg Wheelchair Open, dem größten Damen-Rollstuhltennisturnier Deutschlands, geht definitiv in die Niederlande. Im Endspiel stehen sich am Sonntag um 10.30 Uhr auf dem Center Court die beiden Topgesetzten gegenüber. Die Weltranglistenvierte Aniek van Koot bekommt es mit Lizzy de Greef, die auf Rang sechs notiert ist, zu tun.
Während van Koot ihr Halbfinale gegen die Französin Ksenia Chasteau mit 6:2 und 7:6 für sich entschied, gewann Lizzy de Greef in einer engen Begegnung gegen die Chinesin Zhenzhen Zhu mit 3:6, 7:6, 6:3. Im Doppel-Endspiel treffen am Nachmittag die Niederländerinnen Jinte Bos und Lizzy de Greef auf Ksenia Chasteau (Frankreich) und die Britin Lucy Shuker.
Internationale Tennisstars, tausende Fans und ein erfahrenes Sicherheitsteam: U-Need begleitet die MSC Hamburg Ladies Open als verlässlicher Partner für die Veranstaltungssicherheit.
Mit geschultem Personal und einem durchdachten Sicherheitskonzept sorgt das Unternehmen für einen reibungslosen Ablauf – vom Einlass bis zum letzten Matchball.
Der Halbfinaltag stand ganz im Zeichen von Mercedes-Benz: Während Mercedes-Benz die Fans tagsüber mit Mini-Autorennen und Gewinnspielen beglückte, stieg abends eine große Mercedes-Benz-Aftermatch-Party!
DJ Happy, der normalerweise für die beste Stimmung auf dem Center Court sorgt, brachte im Public Village mit seinen Beats ordentlich ausgelassene Stimmung. Eine große Portion gute Laune war garantiert!
Tennis-Liebhaber*innen aufgepasst! Sie haben Sonntag noch nichts vor? Der Rothenbaum erwartet Sie mit „Legends On Court“: Vor dem Einzelfinale treffen Martina Hingis und Turnierbotschafterin Andrea Petkovic in einem Showmatch (12 Uhr) aufeinander.
Tickets für den Finaltag sind auch für das Showmatch gültig und über den Online-Ticketshop erhältlich. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre haben am Finaltag freien Eintritt!
Spiel, Spaß und Wettkampf für die Jüngsten! An diesem Wochenende macht die Mini-Cup-Serie Nord 2026 am Hamburger Rothenbaum Station. Die jungen Talente der Altersklassen U7, U8, U9 und U10 dürfen hier direkt neben den Stars aufschlagen und mit den ganz Großen mitfiebern. Veranstaltet wird der Mini Cup von L2A Tennisturniere GbR .
Die MSC Hamburg Ladies Open gibt es auch ganzjährig: Mit unserem Turnier-Merch sind Sie immer und überall bestens ausgestattet. Ob mit dem coolen Turnier-Shirt, schicken Tennissocken oder dem offiziellen Turnierhandtuch – für jede*n ist hier etwas dabei.
Noch bis heute können Sie bei unserem Fanshop zuschlagen. Wir freuen uns auf Sie!
Am Samstag füllte sich der Vorplatz des Public Village mit einer Menge weiblicher Expertise. Der Grund: Das Business Professional Women (BPW) Netzwerk war vor Ort. Gemeinsam mit Turnierbotschafterin Andrea Petkovic empfing Turnierdirektorin Sandra Reichel die Damen zu einem Business-Talk.
In entspannter Atmosphäre stand auf diese Weise persönlicher Erfahrungsaustausch, Networking und natürlich auch hochklassiges Tennis im Mittelpunkt des Besuches.
Vielen herzlichen Dank an jede einzelne Person, die Teil der MSC Hamburg Ladies Open 2026 ist! Egal, ob vor oder hinter den Kulissen, ob neu im Team oder schon Jahrzehnte mit dabei – ohne euch wäre das Turnier nicht das, was es ist!
Das Team wünscht allen Besucher*innen einen wunderbaren Finaltag. Wie sehen uns im nächsten Jahr!
Die MSC Hamburg Ladies Open werden in Deutschland auf Sky übertragen.
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