Zuhause gewinnen ist halt am allerschönsten! Tamara Korpatsch zeigt sich auf ihrer Heimanlage mal wieder von ihrer allerbesten Seite und hat am Rothenbaum zum zweiten Mal nach 2024 das Viertelfinale erreicht. Die 31-jährige Hamburgerin gewann das deutsche Achtelfinale bei den MSC Hamburg Ladies Open 2026 gegen Julia Stusek aus Rheinfelden nach etwas mehr als zwei Stunden mit 6:0, 3:6 und 6:3. Dabei schickte sie sich und die Tennisfans auf dem Center Court durch ein Wechselbad der Gefühle.
„Der erste Satz war herausragend, da habe ich vielleicht mein bestes Tennis gespielt. Im zweiten Durchgang hat Julia deutlich besser gespielt und ich habe ein paar mehr Fehler gemacht. Es war nicht einfach, gerade weil sie sich so gut bewegt hat. Sie hat wirklich schnelle Beine. Zuhause ein Viertelfinale zu spielen, ist fantastisch. Ich spiele hier nicht mit so viel Druck und kann es wirklich genießen“, meinte Korpatsch, die im Viertelfinale am Freitag auf die an Position zwei gesetzte Anhelina Kalinina aus der Ukraine trifft.
Knapp gescheitert ist dagegen Noma Noha Akugue aus Glinde. Die Norddeutsche unterlag wie im Vorjahr gegen die Ungarin Anna Bondar. Dabei war sie gegen die Vorjahresfinalistin schon auf einem richtig guten Weg. Noha Akugue servierte bei der intensiven „Night Session“ am Rothenbaum nicht nur zum Match, sondern war auch nur zwei Punkte vom Sieg entfernt. Dennoch unterlag die 22-Jährige am Ende knapp mit 1:6, 7:5 und 5:7. „Wir haben letztes Jahr schon gegeneinander gespielt. Da habe ich gegen sie 7:6 im dritten Satz gewonnen, heute 7:5. Ich hoffe natürlich, dass ich so weitermachen kann“, bilanzierte Bondar, die am Freitag gegen Überraschungs-Viertelfinalistin Alina Charaeva spielt. Die Armenierin kämpfte Sinja Kraus aus Österreich nach knapp drei Stunden und mehreren Regenunterbrechungen mit 5:7, 7:5 und 7:5 nieder. Als dritte Deutsche ist am Mittwoch in Hamburg die Schleswig-Holsteinerin Tessa Brockmann ausgeschieden. In ihrem ersten Match im Hauptfeld eines WTA-250er-Turniers unterlag sie der Französin Elsa Jacquemot mit mit 5:7, 1:6.
Ein erfolgreiches Hamburg-Debüt feierte derweil die ehemalige Weltranglistenzweite Paula Badosa. Zwei Tage nachdem sie im Finale von Iasi gegen Mayar Sherif krankheitsbedingt aufgeben musste, besiegte sie die Polin Katarzyna Kawa mit 7:5, 6:4. Bereits am Donnerstag muss sie sich im Achtelfinale mit Panna Udvary messen. Die topgesetzte Oleksandra Oliynykova muss sich dann mit Leyre Romero Gormaz aus Spanien auseinandersetzen. Zudem sind am Donnerstag Tamara Korpatsch, Noma Noha Akugue, Julia Stusek und Nastasja Schunk auf dem Court M2 noch im Doppel aktiv.
Startschuss für Hamburg Wheelchair Open
Am Donnerstag fällt um 10.30 Uhr auf dem Matchcourt M1 der offizielle Startschuss für die Hamburg Wheelchair Open, Deutschlands größtes Damen-Rollstuhltennisturnier. In dem Weltklasse-Teilnehmerinnenfeld, für das sich nur Spielerinnen aus den Top 25 der Weltrangliste qualifiziert haben, sind mit der deutschen Meisterin Britta Wend und Wildcardspielerin Katharina Krüger auch zwei Lokalmatadorinnen vertreten. Wend trifft in ihrem Auftaktmatch nicht vor 13:30 Uhr auf Lucy Shuker aus Großbritannien. Anschließend bekommt es Katharina Krüger mit der Niederländerin Jinte Bos zu tun.
Topgesetzt ist die Weltranglistenvierte Aniek van Koot, die genau wie ihre Landsfrau Lizzy de Greef, Ksenia Chasteau aus Frankreich und die Chinesin Zhenzhen Zhu in der ersten Runde ein Freilos erhalten hat.