Beste Laune, großer Sport mit einer Hamburgerin im Finale, Parasport und abwechslungsreiche Side Events für die ganze Familie – diese Kombination machte die MSC Hamburg Ladies Open 2026 zu einem einzigartigen Event. Darüber hinaus hat das WTA-250er-Turnier am Rothenbaum durch die parallel ausgetragene Premieren-Veranstaltung der Hamburg Wheelchair Open, dem größten Damen-Rollstuhltennisturnier Deutschlands das international zur höchsten Kategorie der Premier-Tour-Turniere gehört, an Strahlkraft gewonnen und ist um ein weiteres, attraktives Deck erweitert worden.
„Wir konnten eine Klammer zwischen Spitzensport, Weltklasse-Parasport, dem Auftritt zweier Tennislegenden mit ersten Tennismatches für Kinder herstellen und dies alles mit einem Wohlfühlevent für „Jung und Alt“ unter einem Dach vereinen. Es ist uns gelungen, die verbindende Kraft des Sports einmal mehr unter Beweis zu stellen. Das Konzept dahinter heißt: Wir sind mehr als ein Tennisturnier“, fasst Turnierdirektorin Sandra Reichel das Turniergeschehen zusammen.
Vor allem das Konzept des Sport- und Familienevents wurde von den knapp 20.000 Besucher*innen im Verlauf der Turnierwoche sehr positiv angenommen. „Wir hatten viele Kinder auf der Anlage, die entweder als Fans dabei waren oder beim MSC Kids Cup, dem ECE Kids Camp, oder dem Asklepios Schnuppertraining aktiv mitgemacht haben. Das alles sind wichtige Initiativen um die nächste Generation für den Sport, speziell natürlich für den Tennissport zu begeistern“, hielt Turnierdirektorin Sandra Reichel fest. Gleichzeitig hat die Aktivierung verschiedenster Netzwerke wie Rotary oder auch das Frauennetzwerk „Business Professional Women“ neue gesellschaftliche Gruppen ans Turnier herangeführt.
Eine feste Säule des Turniers ist die schon traditionelle Einbindung der Behindertensportvereine Hamburgs, die in Kooperation mit der Alexander Otto Sportstiftung und Special Olympics Hamburg eingeladen wurden. So hat sich die Inklusion in den letzten Jahren zu einem Fixpunkt der MSC Hamburg Ladies Open entwickelt. Die logische Konsequenz daraus war die erstmalige Durchführung der Hamburg Wheelchair Open. „Dieses neue Format des Combined Events hat sich aus unserer Sicht komplett bewährt. Das Feedback von allen Seiten und die Qualität der Matches waren herausragend“; hielt Reichel fest und ergänzte: „Ein ganz besonderer Dank gilt unseren Sponsoren und Partnern. Neben MSC Germany, der ECE Group, EDEKA und Asklepios, haben wir mit Mercedes-Benz, Lotto Hamburg und auch AIRBUS im Wheelchairbereich neue Partner gewinnen können, die durch Ihr Engagement das Turnier definitiv bereichert haben.“
Aus sportlicher Sicht haben es die deutschen Spielerinnen verstanden, das Turnier als Bühne für sich zu nutzen. Gleich acht Lokalmatadorinnen waren im Hauptfeld am Start. In Erinnerung bleiben der erste Sieg auf der WTA-Tour der erst 16-jährigen Victoria Brand aus Kiel, die eine Runde in der Qualifikation überstand, oder der erste Erfolg von Julia Stusek in einem Hauptfeldmatch auf der WTA-Tour. Großen internationalen Glanz brachte die ehemalige Weltranglistenzweite Paula Badosa, die es bis ins Viertelfinale schaffte. Die spektakulärste Erfolgsgeschichte schrieb aber Tamara Korpatsch, die bei ihrem Heimturnier bis ins Finale stürmte und die Herzen der Fans eroberte. „Die Erfolgsstory von Tamara Korpatsch in dieser Woche ist einfach unglaublich und freut mich auch persönlich sehr. Die deutschen Spielerinnen hatten in dieser Woche einen tollen Auftritt und wir haben insgesamt hochklassigen Sport gesehen. Das Teilnehmerinnenfeld war extrem ausgeglichen und wir haben viele enge Dreisatz-Matches, teilweise über mehr als drei Stunden, gesehen“, sagt Sandra Reichel. Ein weiteres Highlight der Turnierwoche war das Showmatch zwischen Turnierbotschafterin Andrea Petkovic und der ehemaligen Weltranglistenersten Martina Hingis am Sonntagmittag.
Die Kombination aus Spitzensport, wichtigen gesellschaftlichen Themen und der Positionierung der Veranstaltung als familienfreundliches Event imponierte auch Dietloff von Arnim, dem Präsidenten des Deutschen Tennis Bundes (DTB). „Tennis, Inklusion und junge Fans – die MSC Hamburg Ladies haben gezeigt, wie Kreativität und Mut ein Turnier bereichern und zu einem besonderen Erlebnis machen können. Dass darüber hinaus so viele deutsche Spielerinnen dabei waren, unterstreicht die große sportliche Bedeutung für den DTB und die Entwicklung unseres Nachwuchses. Mein Dank gilt Sandra Reichel und ihrem Team, die dem Damentennis seit 2021 wieder eine bedeutende Bühne am Hamburger Rothenbaum geben“, erläutert von Arnim.