„Struffi“ legt so richtig los

„Struffi“, das hat Spaß gemacht! Die deutsche Nummer zwei Jan-Lennard Struff hat einen perfekten Einstand bei den Hamburg European Open 2019 hingelegt. Gegen den Qualifikanten Thiago Monteiro revanchierte sich der Westfale für die herbe Klatsche, die er im Frühjahr in München gegen den Brasilianer hatte einstecken müssen und triumphierte nach rund 100 Minuten mit 6:3, 7:6 (3).

Vor den Augen seines Doppelpartners Tim Pütz, der ihn in der Box unterstützte, legte Struff druckvoll los. Gleich im ersten Spiel holte der 29-Jährige ein Break, ließ Monteiro kaum zur Entfaltung kommen und servierte sich in der Folge zu einem souveränen 6:3.

Der zweite Durchgang begann, konträr zum ersten, mit einem Break des Brasilianers. Der deutsche Davis Cup-Spieler zeigte nun ein paar leichte Konzentrationsschwächen und blieb zweimal bei sichergeglaubten Punkten vorne am Netz hängen. Doch Struff, der erstmals auch Söhnchen Henri mit am Rothenbaum dabeihatte, fand schnell wieder in die Spur. Der Deutsche spielte immer wieder klug gegen die Laufrichtung Monteiros und legte ihn sich so zurecht und verwandelte den Matchball mit einem Ass. „Es ist immer wieder toll hier zu sein, ich habe nicht erwartet, dass um diese Zeit schon so viele Leute da sind“, sagte Struff nach dem Matchgegener .

Sein Gegner um den Viertelfinaleinzug am Donnerstag ist nun der Spanier Pablo Carreño Busta. Der ehemalige Top-Ten-Spieler setzte sich in einem im wahrsten Sinne des Wortes heißen Fight bei 31 Grad gegen den Karlsruher Yannick Hanfmann 7:6 (7:5), 6:4 durch, der seine Wildcard mit seiner starken Leistung rechtfertigte. „Struffi“ weiß jedenfalls, was nun auf ihn zukommt: „Carreño war viel verletzt in der letzten Zeit. Mal gucken, ob er wieder auf dem Vormarsch ist. Ich muss ihn auf jeden Fall voll nehmen.“

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