Pütz und Krawietz gegeneinander um den Doppel-Sieg

Bei den Hamburg European Open wird am Sonntag ein kleines Stück deutsche Tennisgeschichte geschrieben: Erstmals seit 44 Jahren wird es am Rothenbaum wieder einen deutschen Sieger im Doppelwettbewerb geben.

Im Endspiel stehen sich Kevin Krawietz (Coburg) und Tim Pütz (Frankfurt/Main) mit ihren Partnern Horia Tecau (Rumänien) und Michael Venus (Neuseeland) gegenüber. Letzter Sieger aus Deutschland war im Jahr 1977 Karl Meiler, der an der Seite von Bob Hewitt (Südafrika) triumphierte. 1992 waren Michael Stich und Carl-Uwe Steeb die letzten deutschen Doppel-Finalisten.

Pütz/Venus hatten sich schon Freitag mit 6:3, 6:4 gegen Andrey Golubev/Aleksandr Nedovyesov (beide Kasachstan) für das Finale qualifiziert. Die topgesetzten Krawietz und Tecau zogen am Sonnabend durch einen 6:3, 6:4-Erfolg über Jamie Cerretani (USA) und Hans Hach Verdugo (Mexiko) in das Endspiel ein. Der zweimalige French-Open-Champion Krawietz spielt derzeit an der Seite von Tecau, weil sein Stammpartner Andreas Mies (Köln) nach einer Knie-OP noch nicht wieder fit ist. “Es ist natürlich cool, in Deutschland erneut in einem Finale zu stehen. Das läuft wirklich gut!”, sagte Krawietz nach dem Halbfinalerfolg am Sonnabend. Der Oberfranke konnte sich in diesem Jahr bereits die Doppel-Titel in Halle und München sichern.

Bei den Olympischen Spielen in Tokio treten Krawietz/Pütz übrigens im Doppel gemeinsam für Deutschland an und reisen am Montag zusamen an. Kevin Krawietz kündigte nach seinem Finaleinzug an: “Je nachdem, wer morgen verlieren wird: Derjenige muss es sich auf dem Flug nach Tokio auf jeden Fall anhören.”

 

 

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