„Es fühlt sich fast an wie ein Familientreffen“

Jetzt kann´s endlich losgehen! Turnierbotschafterin und Vorjahresfinalistin Andrea Petkovic ist am Mittwoch als erste Spielerin bei den Hamburg European Open eingetroffen und berichtete heute in einem ausführlichen Pressegespräch von ihrer großen Vorfreude auf das erste „Combined Event“ am Hamburger Rothenbaum seit 44 Jahren.

Andrea Petkovic über….

…ihre Rolle als Turnierbotschafterin: 

„Ich habe eine persönliche Verbindung zum Rothenbaum, weil ich hier mein allererstes WTA-Turnier gespielt habe. Damals war ich 14 oder 15 Jahre alt und habe hier gegen meine erste Top100-Spielerin gespielt. Ich war immer gut in der Schule, aber dieses Ereignis hat mich dazu gebracht, Profitennisspielerin zu werden und mein ganzes Leben danach auszurichten. Das kann man nicht aus dem Herzen oder einer Person ausradieren. Generell liegt es mir am Herzen, dass Frauen und Männer hier nebeneinander Tennis spielen und die Tennisfans die Möglichkeit haben, hier beide sehen zu können. Ich glaube, dass Tennisfans Fans von Spielern und Spielerinnen und ihrer Persönlichkeit sind und nicht von Männertennis oder Frauentennis. Das ist mir ganz wichtig, dass diese Möglichkeiten hier in Hamburg für alle Tennisfans geöffnet werden und dazu möchte ich einen Beitrag leisten.“

…das „Combined Event“:

„Das Combined-Event zu diesem Zeitpunkt ist enorm wichtig für die Turnierlandschaft. Es war sonst nach Wimbledon so, dass sich alles sofort nach Amerika verlagert hat. Jetzt können wir hier zu einem tollen Termin in den Hamburger Sommerferien Damen- und Herrentennis präsentieren. Ich weiß von meinen Kolleginnen und Kollegen, dass sie es mögen, wenn alle da sind. Es fühlt sich fast an wie ein Familientreffen.“

…ihre Vorbereitung auf die „Doppelbelastung“ als Spielerin und Turnierbotschafterin in Hamburg: 

„Nach Wimbledon habe ich mich drei Tage in einem Hotel versteckt und etwas ruhiger gemacht, weil ich wusste, dass es viel wird. Danach habe ich eine Woche voll trainiert. Ich bin also sportlich sehr gut vorbereitet und auch mental ausgeruht, um meine beiden Jobs so gut wie möglich unter einen Hut zu bekommen. Mir ist es total wichtig, dass das Turnier toll promotet wird und gut bei den Leuten ankommt. Natürlich steht für mich zunächst der sportliche Erfolg im Mittelpunkt, dann werde ich aber alle meine Ressourcen investieren, dass dieses erste Combined Event in Hamburg ein großer Erfolg wird.“

…ihre persönlichen, sportlichen Erwartungen an das Turnier: 

„Das Gute ist, dass die Punkte schon rausgeflogen sind, weil das Turnier im letzten Jahr ja schon zwei Wochen früher stattfand. Ich habe deshalb das Gefühl, dass ich nur Punkte gewinnen kann und nichts zu verteidigen habe. Das ist mental schonmal super. Aber ich habe in diesem Jahr wirklich sehr gut und solide gespielt und selbst auf Rasen habe ich meinen ersten Top10-Sieg gefeiert. Ich hatte schon einige Highlights in 2022 und hoffe jetzt, auf meinem Lieblingsbelag auf Sand, daran anknüpfen zu können. Das Feld der Teilnehmerinnen ist nochmal stärker als im letzten Jahr, aber ich freue mich sehr auf die Herausforderung.“

…das deutsche Damentennis nach den Erfolgen von Wimbledon:

„Jule hat einen tollen Schritt nach vorne gemacht. Sie hat ja letztes Jahr schon ihre Künste gezeigt und ist nochmal stabiler geworden. Jetzt kommt auch die nächste Generation mit Eva Lys und Nastasja Schunk und dann ich als altes Eisen dazwischen. Ich glaube, dass wir ein gutes, deutsches Turnier haben werden und hoffe natürlich, dass der Hype durch den Halbfinaleinzug von Tatjana in Wimbledon auch dazu führt, dass noch ein paar Mädchen in Deutschland jetzt zum Tennisschläger greifen.“

…den Spieler aus dem Herrenfeld, den sie unbedingt live erleben möchte: 

„Ich würde gerne Carlos Alcaraz spielen sehen, das habe ich in seiner Karriere, die ja noch ziemlich kurz ist, noch nicht hinbekommen. Das liegt also bisher eher an ihm als an mir.“

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