Ein deutscher Sieg zum Quali-Start

Vier deutsche Spieler sind bei der Qualifikation der Hamburg European Open 2019 ins Rennen gegangen – und als einziger Vertreter des Deutschen Tennis Bundes (DTB) hat Julian Lenz schließlich das Quali-Finale erreicht. Johannes Haerteis, Daniel Masur und Tobias Kamke sind dagegen ausgeschieden.

Alejandro Davidovich-Fokina vs. Johannes Haerteis

Johannes Haerteis hatte die Ehre mit seinem Duell gegen Alejandro Davidovich-Fokina den Center Court zu eröffnen. Der 23-Jährige gewann seine ersten beiden Aufschlagspiele, ehe er durch ein Break Davidovich-Fokinas mit 2:4 in Rückstand geriet. Der Spanier war gut in Form, allein in den ersten 20 Minuten gelangen ihm drei Asse.

Haerteis war von diesem Zeitpunkt spielerisch unterlegen, blieb zwar auch in kritischen Situationen kreativ, doch dies reichte nicht, um das Ruder im ersten Satz nochmal herumzureißen (2:6). Der gebürtige Nürnberger steigerte sich im zweiten Satz deutlich, konnte aber seine wenigen Chancen nicht nutzen. Vorentscheidend war das Break des Spaniers im sechsten Spiel an dessen Ende er seiner Freude mit einem echten Urschrei Luft verschaffte. Damit war der Weg zu einem sicheren 6:2, 6:3-Erfolg geebnet.

Tobias Kamke vs. Gianluca Mager

Seine Rückkehr an den Rothenbaum konnte Lokalmatador Tobias Kamke nicht mit einem Erfolgserlebnis krönen. Im zweiten Spiel auf dem Center Court traf der gebürtige Lübecker auf Gianluca Mager aus Italien. Als letzter Qualifikant am Vortag noch ins Hauptfeld gerutscht, wirkte er am Samstag zu Beginn nicht frisch. Nach einem schnellen 1:5-Rückstand musste der 33-Jährige sich im ersten Satz mit 3:6 geschlagen geben und scheiterte auch im Zweiten. (6:3, 6:2). Beeindruckend war der platzierte Aufschlag des Italieners, Mager wies bei seinen ersten Versuchen eine Erfolgsquote von 82 Prozent auf.

Hugo Dellien vs. Daniel Masur

Einen engen Fight über drei Sätze lieferten sich der Bolivianer Hugo Dellien und Daniel Masur. Der erste Satz war packend und abwechslungsreich, bereits nach 30 Minuten gewann Masur mit 6:4.
Im zweiten Satz profitierte Hugo Dellien von den zu harmlosen Aufschlägen Masurs, der nur eine Erfolgsquote von 54 Prozent hatte und mit einem 6:2 den Satzausgleich schaffte.

Im dritten Abschnitt steigerte sich der Bückeburger Masur wieder. Beide Akteure lieferten sich einen abwechslungsreichen Schlagabtausch. Der Matchcourt 1 war nun voll besetzt und die Zuschauer unterstützen vor allem den ehemaligen deutschen Davis Cup-Spieler. Mit zunehmender Spieldauer wirkte Dellien aber etwas frischer und entschied die Partie nach zwei Stunden und zwei Minuten mit 4:6, 6:2, 7:5 für sich.

Julian Lenz vs. Joao Domingues

Ein packendes Duell lieferten sich auch Julian Lenz und Joao Domingues. Der Gießener gewann den ersten Satz mit 6:3, und verlor im Zweiten 4:6. Im Entscheidungssatz lieferten sich beide Akteure lange Ballwechsel und begegneten sich auf Augenhöhe – die logische Konsequenz war der alles entscheidende Tiebreak.

Der Deutsche startete gut und ging mit 3:1 in Führung. Joao Dominguez aber wehrte sich und sorgte für Spannung auf einem immer voller werdenden Match Court 2. Lenz Taktik, nach eigenem Aufschlag ans Netz zu stürmen, ging letztlich auf, er behielt in einer heißen Schlussphase kühlen Kopf und ist nach seinem 6:3, 4:6, 7:6 (4) das letzte deutsche Ass im Kampf um einen Hauptfeldplatz.

 

 

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