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„Der Center Court ist einfach geil“

Jan-Lennard Struff hofft auf eine schnelle Rückkehr an den Rothenbaum

Er kann es kaum erwarten, bis es wieder ernst wird! Jan-Lennard Struff, der bereits frühzeitig seine Zusage für die Teilnahme an den Hamburg European Open gegeben hat, brennt auf den „Re-Start“ der ATP Tour – und vor allem auf die Durchführung des Traditionsturniers am Hamburger Rothenbaum. „Ich hoffe einfach, dass bald wieder Tour-Tennis gespielt wird und ich dann auch bald wieder nach Hamburg kommen kann. Darauf freue ich mich jetzt schon riesig“, berichtete der Warsteiner im „Instagram-Live-Talk“ mit Rothenbaum-Moderatorin Barbara Schett.

Dabei ging es natürlich zunächst um den aktuellen Ausnahmezustand im weltweiten Tenniszirkus: „Wir hängen gerade alle in der Luft und ich hoffe natürlich, dass es schnellstmöglich weiter geht. Vielleicht zunächst auch ohne Fans. Das wäre sicherlich auch für uns Spieler eine große Herausforderung. Aber das Wichtigste ist zunächst einmal, dass alle Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden“, sagte der 30-Jährige, der auch einen Einblick in seinen Trainingsalltag während der Corona-Pause gab: „Motivationstechnisch war das echt schwierig, weil es kein konkretes Ziel gab, für das ich trainiert habe. Deshalb lag der Fokus zunächst darauf, die Grundfitness zu erhalten. Ich habe mir dann aus dem Gym meines Trainers ein Home-Bike geholt, aber das wurde dann auch irgendwann langweilig. Ansonsten war wirklich alles dabei. Aber als ich dann auf den Platz gegangen bin, habe ich gemerkt, wie schwer ich mich getan habe, in die Ecken zu laufen. Jetzt gibt es ja die DTB German Pro Series. Das ist schon eine tolle Sache“, meint „Struffi“, der aber schon wieder Sehnsucht nach der großen Bühne hat: „Das Adrenalin, der Wettkampf und die Reisen haben wir zuletzt schon sehr gefehlt. So lange an einem Ort war ich zuletzt vor zehn oder zwölf Jahren.”

Immerhin konnte der Westfale somit viel häufiger für seine kleine Familie da sein und Zeit mit Sohnemann Henri verbringen: „Ich bin dann natürlich auch nachts aufgestanden, um meine Freundin zu entlasten. Manchmal war das schon brutal, wenn ich gleich am nächsten Morgen trainiert habe. Aber das muss man natürlich alles mal miterlebt haben. Mir haben viele Leute gesagt, dass sich mit einem Kind alles verändert. Und das stimmt tatsächlich. Ich bin viel verantwortungsbewusster geworden. Wenn man sieht, was zum Beispiel Kim Clijsters oder Serena Williams als Mütter auf der Tour leisten – das ist wirklich unglaublich. Neben dem Job als Mutter noch Tennis zu spielen, ist eine riesige Herausforderung. Davor habe ich großen Respekt.“

Die Pfingst-Feiertage verbrachte Struff mit seinen Liebsten übrigens auf Sylt – wann es wieder zum Tennisspielen an Elbe & Alster geht, ist noch offen. Doch so viel steht jetzt schon fest: Das nächste Rothenbaum-Turnier will sich die deutsche Nummer zwei keinesfalls entgehen lassen: „Hamburg gehört zu den schönsten deutschen Städten. Ich liebe auch das Hotel und der Center Court ist einfach geil. In Hamburg habe ich mein erstes Match auf Asche auf der Tour gespielt, das werde ich nicht vergessen. Ich fühle mich in Hamburg sehr wohl und würde gerne kommen, wenn das Turnier in diesem Jahr noch stattfinden kann.“

Zum Abschluss hatte „Struffi“ dann noch eine kleine Lebensweisheit, die gerade in den unsicheren Zeiten der Pandemie Halt geben kann, auf Lager: „Gerade in solchen Zeiten ist es wichtig, dranzubleiben, nicht aufzustecken und sich nicht unterkriegen zu lassen. Wenn man hartnäckig dranbleibt, dann wird sich irgendwann der Erfolg einstellen. Im Sport und auch generell im Leben.“

Das ganze Gespräch könnt Ihr Euch hier noch einmal ansehen.

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