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Der Arzt, dem die Profis vertrauen

Eigentlich… so beginnen in diesen Tagen viele Geschichten rund um die Hamburg European Open. Denn eigentlich sollte sich die Tennis-Weltelite vom 11. bis 19. Juli zum 114. Mal zum Traditionsturnier am Hamburger Rothenbaum versammeln. Doch im Jahr 2020 ist alles anders. Die Coronavirus-Pandemie sorgt seit mehr als vier Monaten dafür, dass der Betrieb auf der Tennis-Tour stillsteht und dass sich auch die „Turnierfamilie“ am Rothenbaum in diesem Jahr nicht wiedersehen kann. Wir stellen deshalb in dieser Woche einige Gesichter unseres Turniers vor und berichten, wie es ihnen ohne ihr geliebtes Turnier ergeht.

Den Anfang macht derjenige, der mittlerweile seit elf Jahren der erste Ansprechpartner auf der Rothenbaum-Anlage ist, wenn es um alle medizinischen Fragen der Tennisprofis, der Mitarbeiter und auch der Zuschauer geht. Orthopäde Dr. Voker Carrero bezieht mit seinem Team alljährlich seine Räumlichkeiten in den Katakomben des Rothenbaum-Stadions und steht den Tenniscracks quasi rund um die Uhr mit Rat und Tat zur Seite. „Ich weiß gar nicht, was ich in der Turnierwoche ohne meine Rothenbaum-Familie machen soll. Das Turnier fehlt mir schon sehr. Jetzt habe ich natürlich etwas mehr Zeit für meine Patienten in der Praxis und werde nach der anstrengenden Corona-Zeit auch etwas Urlaub machen und an den Gardasee fahren“, berichtet Carrero, der zudem auch als Mannschaftsarzt des FC St. Pauli in der 2.Fußball-Bundesliga tätig ist. „Das war schon eine anstrengende Saison. Aber die Kraft für das Turnier hätte ich ganz sicher noch aufgebracht“, ergänzt der 52-Jährige, der selbst den Schläger bei den Herren 40 des TC Tangstedt in der Schleswig-Holstein-Liga schwingt. „Wir sind eine tennisbegeisterte Familie, meine Kinder Antonia und Louis spielen auch beide Tennis“, sagt der „Doc“, der in der Sportwelt schon viel herumgekommen ist.

Fünf Jahre lang betreute er die Puckjäger der Hamburg Freezers und gehörte auch zum Team der Crocodiles Hamburg. Über zwölf Jahre agierte Carrero zudem als Ringarzt für den Bund Deutscher Berufsboxer. Im vergangenen Jahr war der gebürtige Lübecker als Turnierarzt auch bei der Beachvolley-Weltmeisterschaft am Rothenbaum mit dabei.  Doch sein Herz hat er für immer an den Tennissport verloren: „Tennis ist einfach meine Leidenschaft. Da kann so viel Fußball kommen, wie will. Tennis steht bei mir einfach über allem.“

 

 

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