Auslosung in kunstvollem Ambiente

Die Hamburg European Open 2019 versprechen Hochspannung ab dem allerersten Ballwechsel. Die Auslosung des wichtigsten deutschen Sandplatzturniers der ATP World Tour, bei der sich Fabio Fognini, Philipp Kohlschreiber und Daniel Altmaier in der Hamburger Kunsthalle als Glücksfeen versuchten, brachte gerade den Topfavoriten einige knifflige Herausforderungen ein. Turnierfavorit Dominic Thiem trifft auf Pablo Cuevas, den Hamburg-Finalisten von 2016. Lokalmatador Alexander Zverev bekommt es zum dritten Mal in diesem Jahr mit dem Chilenen Nicolas Jarry zu tun.

Pünktlich zur Hauptfeld-Auslosung in der Hamburger Kunsthalle zeigte sich die Hansestadt bei strahlendem Sonnenschein von ihrer besten Seite. Nach einem kleinen Showdoppel mit Kunsthallen-Geschäftsführer Norbert Kölle auf dem Vorplatz griffen Fognini, Kohlschreiber und Altmaier im Rahmen der neu gestalteten Auslosung zu Schürzen, Bilderrahmen und Pinseln, um mit diesen Utensilien die 16 Erstrunden-Matches auszulosen. 

Besonders spannend dürfte das Erstrunden-Duell von Alexander Zverev mit Nicolas Jarry werden. Die beiden trafen in diesem Jahr bereits zweimal aufeinander – und dabei ging es jeweils bis in den Tie-Break des dritten Satzes. In der zweiten Runde von Barcelona gewann der Südamerikaner, im Finale von Genf behielt dann der Hamburger die Oberhand. Und vor dem dritten Aufeinandertreffen der beiden am Rothenbaum hat Jarry viel Selbstvertrauen getankt: In Bastad trifft der 23-Jährige am Sonntag im Endspiel auf Juan-Ignacio Londero (Argentinien). Der Hamburg-Triumphator von 2015, Fabio Fognini spielt in seinem ersten Match gegen Qualifikanten. „Ich versuche gut zu trainieren und freue mich sehr auf mein erstes Match. Ich habe viele gute Erinnerungen an Hamburg“, sagte der Italiener.

Auf Philipp Kohlschreiber könnte schon im Achtelfinale ein Aufeinandertreffen mit Dominic Thiem warten. Zum Auftakt spielt der Wahl-Kitzbüheler aber erst gegen den Ungarn Marton Fucsovics. „Es hätte auch viel schlimmer kommen können. Bei der harten Konkurrenz muss man gleich sein Bestes geben, um nicht früh auszuscheiden“, analysierte Kohlschreiber. Die deutsche Nummer zwei Jan-Lennard Struff trifft auf einen Qualifikanten, während Yannick Hanfmann auf Pablo Carreno-Busta trifft und Daniel Altmaier sein Erstrunden-Match gegen Martin Klizan, Rothenbaum-Champion von 2016 bestreitet. Rudi Molleker trifft wie im Vorjahr im Qualifikations-Finale auf den Hamburg-Spezialisten Leonardo Mayer. Der Berliner feierte damals einen der größten Erfolge seiner Karriere. Jetzt kommt es zur Revanche.

Kohlschreiber und Altmaier durften sich im Anschluss an die Auslosung noch über eine private Führung durch die Kunstgeschichte freuen. Ein ganz besonderer Hingucker war dabei das Gemälde „Wanderer über dem Nebelmeer“ von Caspar David Friedrich. „Tennis und Kunst passen sehr gut zusammen. Es ist eine großartige Kombination“, bilanzierten Norbert Kölle und Turnierdirektorin Sandra Reichel.

Herausragende Besetzung in der Doppel-Konkurrenz

Zu zweit macht es einfach mehr Spaß! Auch der Doppel-Wettbewerb der Hamburg European Open mit einer enorm stark besetzten Konkurrenz aufwarten. Angeführt wird das prominente Teilnehmerfeld vom kroatischen Weltklasse-Doppel Ivan Dodig und Mate Pavic sowie den deutschen French-Open-Champions Kevin Krawietz und Andreas Mies.

Auf „KraMies“ wartet in der ersten Runde eine große Herausforderung gegen Roman Jebavy (Tschechien) und Matwe Middelkoop (Niederlande). Aus Hamburger Sicht liegt der Fokus außerdem auf Alexander und Mischa Zverev, die auf zwei Qualifikanten treffen und auf dem deutschen Davis Cup-Doppel Tim Pütz und Jan-Lennard Struff. Die beiden duellieren sich in einem deutschen Duell mit den Wildcard-Inhabern Daniel Altmaier und Johannes Haerteis.

Eine weitere Wildcard ging an die deutsch-serbische Kombination Rudi Molleker/Nenad Zimonjic. Sie treffen auf Rohan Bopanna (Indien)und Pablo Carreno-Busta (Spanien).

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