27. Juli 2026

HawkEye

Tamaras großer Tag

Korpatsch feiert umjubelten Heimsieg

 

Das war der wohl emotionalste Sieg in der Karriere von Tamara Korpatsch. Die 31-jährige Hamburgerin hat in ihrer Geburtsstadt ihren zweiten Titel auf der WTA-Tour gewonnen und die MSC Hamburg Ladies Open 2026 für sich entschieden. Die Lokalmatadorin, die auch für den Der Club an der Alster in der Bundesliga startet, bezwang die Ungarin Anna Bondar dank einer sehr stabilen Vorstellung in 87 Minuten mit 6:3 und 6:3. Ihren bisher einzigen WTA-Titel hatte sie im Jahr 2023 im rumänischen Cluj geholt – jetzt krönte sie eine fantastische Woche mit einer bärenstarken Leistung vor 5.000 Zuschauer*innen auf dem Center Court im Tennisstadion am Rothenbaum.

Mit dem Sieg ist Korpatsch die erste deutsche Turniersiegerin in Hamburg seit Steffi Graf, die zuletzt 1992 auf der roten Asche am Rothenbaum gewann. „Das wusste ich nicht. Das ist wirklich eine tolle Nachricht. Ich fühle mich sehr geehrt“, zeigte sich Korpatsch sehr berührt nach einem der größten Erfolge ihrer langen Laufbahn. Diesen Sieg hatte sie sich im Laufe einer intensiven Turnierwoche hart erarbeitet. In ihren ersten drei Matches musste die Hanseatin jeweils über die volle Distanz gehen, im Halbfinale profitierte sie von der verletzungsbedingten Aufgabe von Mayar Sherif, im Endspiel durfte sie einen klaren und hochverdienten Sieg bejubeln.

Tamara Korpatsch
Anna Bondar

Anna Bondar stand zum dritten Mal in Folge am Rothenbaum im Endspiel. Nachdem sie im Vorjahr gegen Lois Boisson den Kürzeren gezogen hatte, musste sie nun also Korpatsch zum Sieg gratulieren. Ihr blieb ein finanzielles Trostpflaster in Höhe von 19.240 Euro, Korpatsch kassierte für den Turniersieg 32.520 Euro und ließ sich nach dem verwandelten Matchball ausgiebig vom Hamburger Publikum feiern. „Vielen Dank für Eure Unterstützung. Ohne Euch hätte ich es nie geschafft“, sagte sie in Richtung der Fans.

Anna Bondar probierte während der knapp eineinhalbstündigen Begegnung alles, musste am Ende aber die Überlegenheit der Hamburgerin anerkennen: „Herzlichen Glückwunsch Tamara, Du warst heute einfach die bessere Spielerin. Zwar waren die Fans heute nicht für mich, aber das ist völlig verständlich. Die Atmosphäre war wieder wunderbar. Das ist ein so besonderes Turnier für mich. Ich komme im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder“, sagte Bondar bei der Siegerinnenehrung.
Durch den Turniersieg verbessert sich Korpatsch in der Weltrangliste auf Position 46 und steht damit erstmals unter den besten 50 Spielerinnen der Welt. Für Anna Bondar ging es derweil rauf auf Platz 77.

DOPPEL-FINALE

JAKUPOVIC/RADISIC SETZEN SICH DIE KRONE AUF

Dalja Jakupovic und Nika Radisic

Die Doppel-Konkurrenz der MSC Hamburg Ladies Open haben die beiden Sloweninnen Dalja Jakupovic und Nika Radisic für sich entschieden. Sie legten im Doppelfinale unter dem geschlossenen Dach des Center Courts gegen die topgesetzten Magali Kempen und Alexandra Panova eine spektakuläre Aufholjagd hin und gewannen 5:7, 6:3  und 10:5.

Im entscheidenden Match-Tiebreak holten sie zu einem unwiderstehlichen Schlussspurt aus, gewannen die letzten fünf Punkte in Folge und krönten sich mit dem Turniersieg.

SHOWMATCH

LEGENDEN AM ROTHENBAUM

Bevor sich das Publikum für ein spannendes Finalspiel zwischen den zwei Hamburg-Liebhaberinnen, Lokalmatadorin Tamara Korpatsch und der „Rothenbaum-Spezialistin“ Anna Bondar, bereit machen konnte, wurde das Stadion am Rothenbaum noch einmal ordentlich eingeheizt. Denn um 12.00 Uhr wartete ein ganz besonderes Highlight auf alle Fans: Das diesjährige Showmatch. Turnierbotschafterin Andrea Petkovic empfing die ehemalige Weltranglistenerste Martina Hingis für ein Duell am Rothenbaum.  

Am Ende entschied die Schweizerin das Showmatch mit 6:7, 6:4, 7:6 für sich. Gespielt wurden kurze Sätze, bei 3:3 startete ein Satz. Turnierbotschafterin Andrea Petkovic zeigte sich nach der Niederlage als gute Verliererin: „Es war mir eine Ehre, gegen Martina zu spielen. Auf dem Feld zu spüren, wie jemand so eine Spielintelligenz hat, macht einfach Riesenspaß, auch wenn es weh tut – in jedem Muskel.“ 

Und wen sich Andrea Petkovic als nächste Gegnerin bei einem Showmatch wünscht? „Martina Hingis natürlich, als Revanche! Nächstes Jahr ist sie ein Jahr älter, ich werde richtig trainieren und dann gewinne ich 10:5 im Dritten.“

Zitate

Tamara Korpatsch

ROTHENBAUM-FAMILIE

EIN DREIFACHER GRUND ZUM FEIERN

Es gibt Gesichter, die gehören fest zum Turnier am Rothenbaum. Jedes Jahr aufs Neue bringen sie sich mit Herzblut und vollem Engagement für einen reibungslosen Ablauf während der Turnierwoche ein. Nun ist es an der Zeit, Danke zu sagen – und zu drei ganz besonderen Jubiläen zu gratulieren!

Seit 40 Jahren ist Frank Montag (heute Chief of Officials) fester Bestandteil der Crew am Rothenbaum. Angefangen hat er selbst als Ballkind, heute koordiniert er Ballkinder sowie Schiedsrichter*innen.

Vom Linienrichter zur rechten Hand des Stadionsprechers – Matthias Brockmann ist ein treuer Begleiter und das nun schon seit 30 Jahren. Dank seiner akribischen Vorbereitung der Matches und Moderation läuft am Ende alles wie am Schnürchen!

Tina Koch, Hostess-Chefin, feiert ihr 20-jähriges Jubiläum. Sie kümmert sich um das Wohl unserer Gäste und sorgt dafür, dass sich die Anlage am Rothenbaum für Besucher*innen in einen Ort zum Wohlfühlen verwandelt. 

Herzlichen Dank, dass ihr auch die MSC Hamburg Ladies Open 2026 zu etwas ganz Besonderem macht! Auf viele weitere gemeinsame Jahre!

Frank Montag & Sandra Reichel

BEST OF - FINALTAG

MSC FAMILY DAY

Zitate

Anna Bondar

PREMIERE

HAMBURG WHEELCHAIR OPEN

Lizzy de Greef

Die Siegerin der Premieren-Ausgabe der Hamburg Wheelchair Open kommt aus den Niederlanden und heißt Lizzy de Greef. Die 22-Jährige dominierte das Finale auf dem Center Court am Rothenbaum gegen ihre topgesetzte Landsfrau Aniek van Koot deutlich und gewann durch einen 6:2, 6:2-Sieg den Titel beim größten deutschen Damen-Rollstuhltennisturnier, das zur Kategorie der Premier Tour gehört. „Es war mir eine große Ehre, bei den ersten Hamburg Wheelchair Open dabei gewesen zu sein. Vielen Dank an die Organisatoren, die alles für uns getan haben. Es war wirklich ein perfektes Turnier“, bilanzierte de Greef nach einem rundum gelungenen Event. „Ich bin stolz darauf, was wir hier als Team erreicht haben! Von den Spielerinnen kam so viel Wertschätzung für unser Engagement und die Initiative, dieses neue Kapitel für ein inklusives WTA- und Wheelchair-Event in Hamburg aufzuschlagen. Meine Motivation ist groß, dies in den kommenden Jahren fortzuschreiben“, resümierte Niklas Höfken, sportlicher Leiter der Hamburg Wheelchair Open.

Lizzy de Greef gelang am Abend dann sogar noch der „Doppelschlag“. Nach ihrem Sieg im Einzel holte sie sich auch im Doppel den Titel bei den Hamburg Wheelchair Open und gewann an der Seite ihrer Landsfrau Jinte Bos gegen Ksenia Chasteau (Frankreich) und Lucy Shuker (Großbritannien) mit 6:1 und 6:4.

BEST OF

MSC HAMBURG LADIES OPEN

MSC HAMBURG LADIES OPEN

TURNIERFAZIT

Beste Laune, großer Sport mit einer Hamburgerin im Finale, Parasport und abwechslungsreiche Side Events für die ganze Familie – diese Kombination machte die MSC Hamburg Ladies Open 2026 zu einem einzigartigen Event. Darüber hinaus hat das WTA-250er-Turnier am Rothenbaum durch die parallel ausgetragene Premieren-Veranstaltung der Hamburg Wheelchair Open, dem größten Damen-Rollstuhltennisturnier Deutschlands, das international zur höchsten Kategorie der Premier-Tour-Turniere gehört, an Strahlkraft gewonnen und ist um ein weiteres, attraktives Deck erweitert worden. Lesen Sie hier das Turnierstatement: 

BEST OF

HAMBURG WHEELCHAIR OPEN

DNGL MEDIA

PROGRAMMHEFT

Ob Druckprodukte, Grafiken oder das Programmheft – schon seit vielen Jahren sorgt DNGL Media für das richtige Design rund um das Turnier am Rothenbaum. Wir sagen: Danke für diese Zusammenarbeit und die vielen gemeinsamen Stunden! 

Ein heißer Tipp: Wer die gemeinsame Arbeit begutachten möchte, kann sich das Programmheft am Info-Point abholen oder die Online-Version hier lesen: