Van Koot & Co. kämpfen um den Titel bei den Hamburg Wheelchair Open

Die vier besten Spielerinnen machen den Titel bei der ersten Ausgabe der Hamburg Wheelchair Open unter sich aus. Mit Aniek van Koot, Lizzy de Greef (beide aus den Niederlanden), Ksenia Chasteau aus Frankreich und der Chinesin Zhenzhen Zhu stehen die vier topgesetzten Spielerinnen im Halbfinale des größten deutschen Damen-Rollstuhltennisturniers, das zur höchsten internationalen Kategorie, der Premier Tour, zählt.

 

Alle vier zählen zu den Top 10 der Rollstuhltennis-Weltrangliste und gaben am Viertelfinaltag keinen einzigen Satz ab. Unter anderem besiegte Ksenia Chasteau die deutsche Meisterin Britta Wend, die sich für eine starke Leistung nicht mit dem Halbfinaleinzug belohnen konnte, mit 6:4 und 6:1.

 

Am Halbfinal-Samstag trifft zunächst ab 10.30 Uhr Zhenzhen Zhu auf Lizzy de Greef, anschließend bekommt es die topgesetzte Aniek van Koot mit der erst 20-jährigen Ksenia Chasteau zu tun. Nicht vor 12.30 Uhr steigen die Halbfinalspiele in der Doppelkonkurrenz, in der die beiden deutschen Vertreterinnen Britta Wend und Katharina Krüger im Viertelfinale ausgeschieden sind. Sämtliche Matches der Hamburg Wheelchair Open werden auf Matchcourt M1 ausgetragen.

 

Die Hamburg Wheelchair Open setzen ein Ausrufezeichen

Faszination. Dynamik. Schnelligkeit. Diese drei Begriffe beschreiben treffend, was das Publikum bei der Premiere der Hamburg Wheelchair Open erlebt: Premier Tier. Schon nach den ersten beiden Tagen sind die Reaktionen der Fans, Spielerinnen und Veranstalter durchweg positiv. „Die Hamburg Wheelchair Open sind ein Meilenstein im nationalen Rollstuhltennisgeschehen und international auch eine wichtige Duftmarke, die wir setzen“, bestätigt Niklas Höfken, Sportlicher Leiter des Turniers, „für die Sichtbarkeit des Rollstuhltennis in Deutschland ist so ein Turnier von unschätzbarem Mehrwert. Für die Zuschauer*innen ist es ein totales Geschenk, Rollstuhltennis auf diesem Niveau in Hamburg zu sehen.“

 

Auch ein Blick auf die Strukturen zeigt: Paratennis professionalisiert sich gerade in einem rasanten Tempo. Das Material wird besser, die Preisgelder steigen und die Sichtbarkeit in den Medien nimmt zu. Doch Niklas Höfken appelliert: „Inklusion kann nur durch Begegnung wachsen und selbstverständlich werden.“ Genau diesen Raum schafft das Combined Event am Rothenbaum. Es geht um Sichtbarkeit, Anerkennung und darum, dem Publikum zu zeigen, wie anspruchsvoll Paratennis ist. „Erst, wenn sich Menschen mit und ohne Behinderung auf Augenhöhe begegnen, entstehen Momente, in denen realisiert wird: Die Rollstuhl-Tennisspielerinnen sind genauso professionell, freuen sich genauso über einen Winner und ärgern sich genauso über einen „Unforced Error“.

 

„Wenn wir es schaffen, dass Rollstuhltennis irgendwann nichts Außergewöhnliches mehr, sondern ein selbstverständlicher Teil des organisierten Tennissports ist, dann haben wir ganz viel gewonnen“, bringt Niklas Höfken abschließend zum Ausdruck. Die Hamburg Wheelchair Open gehen voran.